17. Mai 2009 | 10:58 | Flimmerkiste | Keine Kommentare
Halbplayback sei Dank
So, das ist er also – der Gewinner des diesjährigen “Eurovision Song Contests”. Und ich muss sagen: Eine sehr gute Wahl. Das musikalische Niveau der Show war diesmal nicht das höchste und auch die Spaßvogel-Zeiten scheinen vorbei zu sein. Fast schon bezeichnend, dass Dita von Teese und das offene Hemd von Oscar Loya zu den buntesten Elementen des Abends zählten.
Alexander Rybak aus Norwegen hat jedenfalls verdient geworden – ein toller Song, der bei mehrmaligem Hören sogar noch besser wird. Und das Tolle: Er hat Punkte von allen Ländern gleichermaßen erhalten, die angebliche Osteuropa-Dominanz war nicht vorhanden. Denn, bei allem Schimpfen auf das angebliche Zuschieben der Punkte: Man muss den Geschmack aller treffen, um am Ende vorne zu landen. Das ist uns offensichtlich mal wieder nicht gelungen, weshalb die Verantwortlichen die Schuld für das erneute Versagen in den nächsten Wochen und Monaten bei sich selbst suchen sollte.
Wie auch immer: Die Show war trotz unseres schlechten Abschneidens durchaus unterhaltsam – und das ist es doch, was am Ende zählt. Wenn dann auch noch der Richtige gewinnt, ist es umso besser. Mein zunächst favorisierter Starter aus Dänemark wurde übrigens Dreizehnter.
Ach ja: Es ist wohl das erste Mal, dass ein Sänger mit kaputtem Instrument beim Song Contest gewonnen hat. Wie oft Alexander Rybak heute Nacht wohl schon dem Erfinder des Halbplaybacks gedankt hat?
