9. Juni 2009 | 19:59 | Panorama | 2 Kommentare
K.O.-Stadt
Seit heute steht endgültig fest: Arcandor ist pleite und reichte beim Amtsgericht Essen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein. Den Kampf um staatliche Finanzhilfen hat man aufgegeben – klar, dass es nun bei den Karstadt-Mitarbeitern lange Gesichter gibt. Doch: Eine Insolvenz, so wissen wir seit Peter Zwegat, ist ansich ja noch nichts Schlimmes. Sie kann auch eine Chance sein.
Die Sorgen sind natürlich dennoch berechtigt, schließlich droht vielen Städten womöglich ein ziemlicher K.O., sollte Karstadt seine Pforten tatsächlich schließen müssen. Ich selbst stamme aus einer Stadt, in der Karstadt ebenfalls jahrelang der Mittelpunkt der Innenstadt war, ehe schließlich der Wechsel zu Hertie folgte. Und da sieht es nun in der Tat richtig schlecht aus: Ende Juli wird Hertie seine Pforten definitiv schließen. Welche Folgen das haben wird, ist noch gar nicht abzusehen. Traurig ist es dennoch, wie Personen ohne Ahnung vom Geschäft womögliche ganze Städte in die Krise stürzen können.

2 Kommentare
AlphaOrange
11. Juni 2009 um 00:36
Jup.
Wir haben auch ein Karstadt in der Stadt. Genau genommen ist das hier das Fundament, auf dem die gesamte Innenstadt aufgebaut ist. Wenn das wegfällt, dürften die Auswirkungen weit über die dort Beschäftigten hinaus zu spüren sein.
EmoObama
14. Juni 2009 um 10:09
Bulllshit mit 3-L es wird keine probleme geben… aber dass wird euch die Zeit zeigen.