2. Februar 2010 | 13:34 | Flimmerkiste | 2 Kommentare

Hollo-Bollo

Es gibt Tage im Leben, an denen ist selbst ein Restauranttester einfach ratlos. So geschehen im Falle von Christian Rachs Einsatz am Montagabend bei RTL. Bei seinem Besuch im “Hexehäuschen” von Inhaber Thomas Windmöller gab es wohl kaum eine Chance, dem Personal auch nur halbwegs das Kochen beizubringen. Serviert wurde stattdessen “Hollo-Bollo”.

Hollo-was? Es handelt sich dabei um eine wie auch immer geartete Lasagne mit Bolognese-Sauce (Bollo) und Unmengen von Sauce Hollandaise (in Fachkreisen genannt “Hollo”). All das zusammen sieht zwar fürchterlich aus, brachte dem “Hexenhäuschen” in den vergangenen Jahren aber immerhin ein paar Kunden. Weil mit “Hollo-Bollo” jedoch überraschenderweise doch nicht genügend Gäste ins “Hexenhäuschen” fanden, war es es nun also an Christian Rach, aus dem wenig schmackhaften Häuschen einen kleinen Gourmet-Tempel zu veranstalten.

Nun ja – er versuchte es jedenfalls, denn “Hollo-Bollo” blieb zur Überraschung aller auf der Speisekarte und ist darin noch immer zu finden. Als “Kult-Gericht”, wie Rach es nannte. Und so dürfte zum ersten Mal in mehr als vierzig Einsätzen ein überaus gewöhnungsbedürftiges Essen von Rach nicht von der Karte gestrichen worden sein. Stattdessen trieb es der Sternekoche dann vollkommen auf die Spitze und ließ der Fertig-Hollo aus dem Tetrapack gar einen eigenen Schrein erbauen.

Und so gibt’s im “Hexenhäuschen” auch weiterhin Hollo-Bollo für die Gäste – bis zum letzten Tropfen. Oder wie Rach es treffend beschrieb: “Der letzte Furz kommt immer aus der Tüte.” Spätestens nach diesem Einsatz hat er sich seine am Wochenende gewonnene Goldene Kamera redlich verdient. Und die Rekord-Quoten auch.

(c) Foto: RTL
2 Kommentare

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Andy

2. Februar 2010 um 14:44

Die Folge war einfach der Hammer!
Ich hab mich vor lachen kaum noch eingekriegt!

“Der letzte Furz kommt immer aus der Tüte!” :D

Na dann, Mahlzeit bei der leckeren Hollo-Lasi!

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Andreas Karagiannis

24. Februar 2011 um 16:47

Die Hollo-Bollo-Episode wird in die Geschichte des Privatsenders eingehen. Betrachtet man allein die Einschaltquoten, so stieß RTL hier das Tor zu neuen Dimensionen auf. Bleibt nur die Frage, wie lange sich der Rach das noch antun kann. Der war ja fix und fertig. Einzig seine genialen Sprüche (“Ene, mene, muh, die Hollo Bollo die ißt Du!, Ene mene Hexenhaus, der Rach der geht jetzt schnell nach Haus”) ließen die Leiden erträglich werden. Anders als mit Humor kann man dieses Elend auch nicht verarbeiten. Ist die Folge schon für den Grimme-Preis nominiert?! Christian Rach hat sich mit der Lengerich-Mission selbst ein Denkmal gesetzt. Seine Sprüche werden nur noch von Beiträgen aus der Heinz-Ehrhard-Liga getoppt. Famos!

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