16. April 2010 | 15:22 | Panorama | Ein Kommentar

Der alte Mixa

Der alte Mixa hat sich zu Wort gemeldet. Gegenüber der “BamS”  glaubt sich der Bischof womöglich, unter Umständen, aber nur vielleicht erinnern zu können, früher wahrscheinlich durchaus mal Gewalt gegenüber Kindern ausgeübt haben zu können. Oder so.

“Wenn jetzt das Thema auf die Frage nach Ohrfeigen zugespitzt wird, will ich ganz ehrlich sagen, dass ich als langjähriger Lehrer und Stadtpfarrer im Umgang mit sehr vielen Jugendlichen die eine oder andere Watschn von vor 20 oder 30 Jahren natürlich nicht ausschließen kann.”


Entschuldigung, aber selten hat sich wohl ein solch – so sollte man zumindest annehmen – gebildeter Mann derart unbeholfen ausgedrückt, wie es nun Walter Mixa tat. Wie jetzt? Gewatscht oder nicht? Oder ist das katholische Greisen-Stadium inzwischen so weit vorangeschritten, dass man Mixa nicht besser mal auf die volle Funktionsfähigkeit seines Erinnerungsvermögens hin untersuchen sollte?

Anfang des Monats hatte er nämlich noch Folgendes gesagt:

„Gewalt und Priestertum sind in unserer Kirche und mit unserem Glauben unvereinbar. Ein Priester muss gewaltlos sein. Ich habe mich daran immer gehalten. Deshalb habe ich zu den Vorwürfen, die aktuell gegen mich erhoben werden, ein reines Herz.“

Wie unglaubwürdig möchte sich die Kirche eigentlich noch machen? War da nicht mal was mit solchen Geboten, an die man sich im Idealfall halten soll? Dieses hier zum Beispiel:

Du sollst kein falsches Zeugnis geben.

Scheint heute keinen mehr zu interessieren. Meinetwegen müssen sich Mixa & Co. nicht daran halten. Aber bitte dann auch nicht mehr wundern, wenn die Kirchenbänke künftig leer sind. In die Gottesdienste lässt sich jedenfalls niemand prügeln.

Ein Kommentar

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Christoph

18. April 2010 um 12:15

Ich weiß zwar nicht, was sich da vor vierzig Jahren innerhalb der Kirchenmauern abspielte. Das vermag ich nicht zu beurteilen.

Aber: Kirche ist toll! Nirgendwo sonst kann man sich so hingeben, Gott so nahe sein. Insofern bin ich aufrichtig stolz auf “meine” Kirche.

In diesem Sinne: Allen Mitlesern einen herzlichen, gesegneten Sonntag!

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