20. Juni 2010 | 22:58 | Bolzplatz | Keine Kommentare

Verpfiffen

Wir müssen mal über die Schiedsrichter der Fußball-Weltmeisterschaft sprechen. Was da bisweilen gepfiffen wird, spottet jeder Beschreibung. Den traurigen Höhepunkt bot der französische Schiri beim Spiel zwischen Brasilien und der Elfenbeinküste, das im Übrigen nicht im Ansatz das hielt, was es im Vorfeld versprach.

Da übersieht der Schiedsrichter, dass dem Tor eines Brasilianers gleich zwei Handspiele vorausgingen – und auch der Assistent will nichts gesehen haben. Dass der Spielleiter den Torschützen anschließend auch noch auf ein mögliches Handspiel anspricht, spottet jeder Beschreibung. Doch es geht noch schlimmer: Gleich zwei grobe Frust-Fouls der Ivoren, für die es glatt Rot hätte geben müssen, wurden nicht geahndet.

Stattdessen erhielt Kaká für eine Tätlichkeit nur Gelb-Rot. Dass selbst harte Fouls teilweise gar nicht bestraft wurden, dürfte vor allem die deutsche Nationalmannschaft ärgern. Im wirklich harmlosen Spiel gegen Serben, in dem es während 90 Minuten nicht mal 30 Fouls gab, vergab der spanische Schiri am Freitag gleich neun Karten. Fair ist all das sicher nicht. Daher die Frage: Warum pfeifen bei einer Weltmeisterschaft nicht die Besten?

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